Muschelzuchtstation


Foto: Bachmuscheln

In der Muschelzuchtstation an der Kalborner Mühle werden die bedrohten Arten Flussperlmuschel und Bachmuschel nachgezüchtet. Das Ziel dieser Arbeit ist, die Muscheln später wieder im Fluss auszuwildern, sobald sie eine Größe erreicht haben, in der sie nicht mehr eingegraben leben, sondern im Flussbett sichtbar werden. So wird ihre Überlebenswahrscheinlichkeit erhöht. Bis die Muscheln in die Freiheit entlassen werden können, wird durch verschiedene Maßnahmen die Qualität der Our als Lebensraum verbessert. Diese Maßnahmen kommen nicht nur den Muscheln, sondern auch allen anderen Wasserorganismen zugute.

Lebenszyklus der Bachmuschel

Erwachsene Bachmuscheln stoßen im Frühjahr Larven aus, die auf den Kiemen von Elritzen parasitieren und sich dort zu kleinen Muscheln entwickeln. Diese fallen auf den Gewässergrund und wachsen dann wieder zu fortpflanzungsfähigen Bachmuscheln heran.


Die Muschelzucht ist sehr aufwändig: Zuerst werden die Muschellarven gesammelt, nachdem sie von den erwachsenen Muscheln ausgestoßen wurden, um damit die Wirtsfische zu infizieren. Die sich an den Wirtsfischen entwickelnden kleinen Muscheln von weniger als einem halben Millimeter werden in speziellen Anlagen in Netzen aufgefangen und dann zunächst in Plastikboxen in einem temperierten Schrank großgezogen, wobei sie mit einzelligen Algen gefüttert werden. Die Muscheln wachsen sehr langsam, nach etwa vier Jahren haben sie maximal zwei bis drei Zentimeter erreicht. Erste Auswilderungsversuche in großen Boxen mit Kies wurden bereits durchgeführt.

Foto: Flussperlmuschel mit Fuß

 

Weitere Information unter:

www.margaritifera.eu und www.unio.lu

 

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25.06 

Pimpampelen op der Haard

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Sur la trace du milan royal

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La grenouille, la notonecte & co.

30.06 

Randonnée de soir eau&nature à Junglinster

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