Meng Landwirtschaft fordert ein Verbot von Glyphosat

Luxemburg, den 22. November 2017. Vertreter der Plattform „Meng Landwirtschaft" (1) demonstrierten heute vor dem Landwirtschaftsministerium, um ihre Forderung an den Landwirtschaftsminister Fernand Etgen zu bekräftigen, seine Ablehnung gegenüber Glyphosat in der EU aufrecht zu erhalten und sich gegen jegliche Verlängerung oder Neuzulassung von Glyphosat auszusprechen. Am 27./28. November kommt der Berufungsausschuss der  EU zusammen um über einen Vorschlag der EU-Kommission zur Verlängerung der Zulassung von Glyphosat abzustimmen. Dessen EU-weite Genehmigung läuft am 15. Dezember aus.

 

Die EU-Staaten konnten sich bei der letzten Sitzung, und das zum 6ten mal, erneut nicht auf eine mehrheitliche Position einigen. Das EU-Parlament hat bereits mit großer Mehrheit das Aus für das Totalherbizid gefordert und eine Übergangsfrist mit Einschränkungen zum Gebrauch bis 2022 vorgeschlagen. Dies entspricht auch der Forderung der erfolgreichen Europäischen Initiative „Stop Glyphosate", welche im Laufe dieses Jahres mit Ihrer Forderung, das Glyphosat zu verbieten, bereits 1,3 Millionen Unterschriften sammeln konnte.

Meng Landwirtschaft fordert den Landwirtschafts- und Verbraucherschutzminister Etgen auf, das Vorsorgeprinzip walten zu lassen und gegen eine weitere Zulassung von Glyphosat zu stimmen. Das Totalherbizid soll nach einer Übergangsphase für immer vom Markt verschwinden.

"Meng Landwirtschaft" erwartet von Landwirtschaftsminister Etgen einen konsequenten Aktionsplan zur Reduzierung der Pestizide. Daneben muss auch der Aktionsplan für Biologische Landwirtschaft beschleunigt werden damit das  Ziel des Rifkinprozesses, bis 2050 flächendeckend Bio-Landwirtschaft zu haben, überhaupt erreicht werden kann. Es gibt also genügend Orientierungspunkte für Minister Etgen.

Glyphosat wird von der Weltgesundheitsorganisation WHO als im Verdacht stehend, krebserregend zu sein, eingestuft. Glyphosat ist das meist verwendete Herbizid in Luxemburg, Europa und weltweit: alle Pflanzen und Unkräuter auf einem Acker oder einer Wiese werden komplett abgetötet. Die Folgen für die Biodiversität, das Bodenleben, das Grundwasser sowie Bäche sind verheerend. Die letzten Studien über das massive Insektensterben stehen eindeutig im Zusammenhang mit dem Pestizidgebrauch, darunter auch Glyphosat, welches die Pflanzen, die als Nahrungsgrundlage für viele Insektenarten dienen, komplett eliminiert. Hinzu kommen die gesundheitlichen Risiken für die Bevölkerung bei der Anwendung sowie auch durch die Rückstände in den Nahrungsmitteln und im Trinkwasser.

Jedoch wird das Gesundheitsrisiko für den Menschen von den Behörden immer wieder runtergespielt. Die zuständigen europäischen Behörden für Lebensmittelsicherheit (EFSA) und für Chemikalien (ECHA) kamen in den der EU-Kommission vorgelegten Gutachten zur Schlussfolgerung, Glyphosat sei nicht krebserregend. Anfang Oktober haben Anhörungen von Sachverständigen im Europaparlament klargestellt, dass diese Gutachten in weiten Teilen von Industrie- und sogar von Monsantoberichten abgeschrieben und bewusst verschleiert wurden. Ein wissenschaftlicher Betrug! Meng Landwirtschaft fordert die Regierung auf, sich bei der EU-Kommission für eine dringende Reform und die Einrichtung eines wirklich unabhängigen Genehmigungsverfahrens einzusetzen.

(1) Die Plattform Meng Landwirtschaft wird von folgenden 23 Organisationen getragen: natur&ëmwelt, Bio-Lëtzebuerg, Greenpeace Luxemburg, Action Solidarité Tiers Monde, SOS Faim Luxembourg, Mouvement Ecologique, Caritas Luxembourg, Aide à l'Enfance de l'Inde, attac, CELL, Cercle de Coopération, Emweltberodung Lëtzebuerg, Eglise catholique à Luxembourg, etika, Fairtrade Letzebuerg, Frères des Hommes, FUAL, Initiativ Liewensufank, Ligue CTF, SEED, Slow Food Luxembourg, VegInfo Luxembourg und Vegan Society Luxembourg.



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Exposition: Johan de Crem - artiste peintre et Dominique Rautureau - sculpteur

13.12 - 14.12 

Marché de la Solidarité mat natur&ëmwelt

16.12 

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16.12 

Vögel füttern – kinderleicht!

13.01 

Chantier nature: Travaux de débroussaillage dans la roselière Schlammwiss

20.01 

Chantier nature: Plus de lumière pour les plantes rares du « Roudebierg » à Dudelange

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