Die Mehlschwalbe - der Vogel des Jahres 2015

„Wenn Schwalben am Haus brüten, geht das Glück nicht verloren", so lautet ein altes Sprichwort des vergangenen Jahrhunderts. Früher galt die Mehlschwalbe als typische Vogelart in Siedlungsgebieten, doch zu Zeiten der Landversiegelung, moderner Bauweise und dem verstärkten Einsatz von Pestiziden haben es die Schwalben immer schwerer Nistplätze, Nistmaterial oder ausreichend Nahrung zu finden. Aus diesem Grund hat natur&ëmwelt, die Mehlschwalbe zum Vogel des Jahres 2015 gewählt. Sie ist damit auch Thema der Kampagne „Schoul an Natur".

 

 

Schoul an Natur

Der Vogel des Jahres wird den Schulkindern der Cyclen 3 und 4 vorgestellt. Alle wichtigen Informationen rund um die Mehlschwalbe wie Brutplatz, Zugroute und Nahrung sind in einer Broschüre (download hier) zusammengefasst. Dazu gibt es ein Poster. Ein spezielles Dossier erlaubt es dem Schulpersonal die Lebensweise der Mehlschwalbe kindgerecht zu vermitteln. So lernen auch die Kleinen warum der Schutz der Mehlschwalbe so wichtig ist. Die Materialien zu dieser Kampagne sind im Haus vun der Natur in Kockelscheuer (29 04 04 1, secretariat@naturemwelt.lu) verfügbar.

 

 

Wissenswertes über den Vogel des Jahres

Die Mehlschwalbe ist ein Zugvogel. Sie überwintert im südlichen Afrika und seit 3 Wochen ist sie wieder zurück in Luxemburg. Man sieht sie meist schnell und wendig durch Straßen, Gärten, über Felder oder Gewässer fliegen, wo sie Insekten und Spinnen in der Luft erbeutet.

Die Mehlschwalbe ist ein Kulturfolger und hat ihre Lebensweise dem Menschen angepasst. Sie nutzt im Siedlungsgebiet Dachüberstände unter denen sie ihre Nester mit Hilfe von Lehm an Hausfassaden baut. Diese Brutplatzwahl wird jedoch oft zum Problem, da Hausbesitzer die Beschmutzung der Hausfassade fürchten. Immer wieder kommt es zum illegalen Entfernen der, nach dem Naturschutzgesetz geschützten Nester. Dabei braucht keiner Angst vor den Kotspuren zu haben. Ein 30cm breites Brett, das in der Farbe der Fassade gestrichen ist und 50 cm unter dem Nest angebracht wird, löst das Problem und die Fassade bleibt sauber.

Der Bestand der Mehlschwalben ist in ganz Europa rückläufig. Innerhalb der letzten 50 Jahre hat er sich in Luxemburg von 15.000 auf 5.000 Paare reduziert. Das ist nur noch ein Drittel der ursprünglichen Population. Deshalb ist es wichtig diesem kleinen Vogel mehr Toleranz und mehr Sympathie entgegen zu bringen. natur&ëmwelt zeichnet Schwalbenfreunde, die einer Schwalbe ein zuhause geben mit einer Plakette aus.

 


Traditionell zum Vogel des Jahres gibt es auch wieder einen Aufkleber, den man für 2 € bei natur&ëmwelt (Haus vun der Natur, Kockelscheuer, 29 04 04 1, secretariat@naturemwelt.lu) erwerben kann.

 



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