Zum Weltumwelttag am 5. Juni

Die Entsorgung von Müll in der Natur stellt trotz Sensibilisierungskampagnen und der Erhöhung von Bußgeldern ein fortwährendes Problem dar. Das sogenannte Littering, oder das „Liegenlassen von Abfällen in der Umgebung und das unachtsame Wegwerfen von Abfällen an ihrem Entstehungsort" ist ein weitverbreitetes Phänomen, welches besonders an Straßenrändern sichtbar wird. Im Rahmen des Weltumwelttages erscheint es sinnvoll auf die negativen Auswirkungen dieser Praxis einzugehen und einige Lösungsideen zu erläutern.


In einer von der Administration de l'environnement in Auftrag gegebenen Studie wurde herausgefunden, dass allein im Jahr 2015 entlang der Nationalstraßen 103 kg Abfall pro Kilometer sowie 216 kg pro Kilometer luxemburgischer Autobahn entsorgt wurde. Die Verunreinigung der Landschaft ist leider nicht nur aus einer ästhetischen Perspektive zu verurteilen, das Wegschmeißen von Müll in die Natur bringt auch erhebliche Schäden für die Umwelt mit sich.

Der Abfall, welcher oft aus Materialien wie Aluminium oder Plastik besteht, zersetzt sich nur sehr langsam. Hierdurch wird der natürliche Kreislauf unterbrochen und das ökologische Gleichgewicht folglich gestört. Tiere können sich in größeren Teilen verfangen und so in ihrem Wachstum oder bei ihrer Fortbewegung gestört werden. Kleine oder abgebrochene Partikel sowie Zigarettenfilter können zudem von Tieren gefressen werden. Darüber hinaus gelangen Schadstoffe aus dem Müll ins Grundwasser und beeinflussen dadurch die Lebensmittelproduktion und den Konsum des Menschen negativ. Weiterführend ist auch die Verschmutzung der Ozeane unter anderem auf das Wegwerfen von Abfall entlang der Straßen zurückzuführen.  Die verheerenden Konsequenzen für Flora und Fauna sind bekannt. Auch wirtschaftlich stellt das Littering eine Last für den Bürger dar: die Müllbeseitigung erfordert viel Geld, welches größtenteils vom Steuerzahler getragen wird.

Um dem Phänomen entgegen zu wirken haben Naturschutzorganisationen, Gemeinden und die luxemburgische Regierung bereits einige Maßnahmen ergriffen. So ruft beispielsweise natur&ëmwelt jedes Jahr die Gemeinden dazu auf, eine Grouss Botz auf ihrem Territorium zu organisieren. Diese Kampagne, die sich auch auf europäischer sowie internationaler Ebene einer großen Beliebtheit erfreut, dient nicht nur dazu die Landschaft vom Abfall zu befreien, sondern bietet eine ideale Gelegenheit zur Sensibilisierung. Die Emweltberodung Lëtzebuerg hat zudem ein sogenanntes Best Practice Tool konzipiert, welches den Gemeinden als Grundlage dienen soll, das Problem nachhaltig zu bekämpfen. Bedauerlicherweise sprechen solche Aktionen natürlich weniger diejenigen an, die tatsächlich für den Müll verantwortlich sind.

Aus diesem Grund erscheint es nötig, bereits im Kindesalter mit der Aufklärung zu beginnen. Das Thema sollte also bestenfalls einen festen Platz im Unterricht bekommen, so dass junge Menschen ein Bewusstsein für die Problematik entwickeln. Generell wäre es sinnvoll in Schulen das Thema der Nachhaltigkeit transversal in den Kursus einzubringen, um die nächste Generation vermehrt zu sensibilisieren.

 

Laure Cales, Projektkoordinatorin bei natur&ëmwelt a.s.b.l.

Veröffentlicht im Journal, Rubrik Kloertext am 6. Juni 2016

 


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