Kolloquium: Ökosystemdienstleistungen – Der Nutzen der Natur für den Menschen


Am Freitag, dem 14. Oktober 2016 fand das alljährlich von natur&ëmwelt, der Naturverwaltung, der Wasserwirtschaftsverwaltung und des Nationalmuseums für Naturgeschichte organisierte wissenschaftliche Kolloquium in Echternach statt. Über 200 Teilnehmer hatten sich im Trifolion eingefunden, um in Anwesenheit von Umweltministerin Carole Dieschbourg Fachvorträge zum Thema „Ökosystemdienstleistungen – Der Nutzen der Natur für den Menschen" zu hören.

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Nach einer allgemeinen Einführung des Direktors des Nationalmuseums für Naturgeschichte Alain Faber, begrüßte Umweltministerin Carole Dieschbourg die anwesenden Gäste. Darauf folgte der erste Vortrag zum Thema Ökosystemdienstleistungen des naturverträglichen Hochwasserschutzes von Bernd Hausmann vom Bundesamt für Naturschutz in Bonn. Anschließend erläuterte der deutsche Hydrogeologe und Vorstand der ahu AG Wasser Boden Geomatik Frank Müller die Bedeutung des Grundwassers für die Trinkwasserversorgung und ging auf die Schlüsselelemente eines nachhaltigen Grundwasserschutzes ein. Im letzten Vortrag vor der Pause befassten sich Sophie Capus und Pol Tock von der luxemburgischen Umweltverwaltung mit der Bedeutung von Bodenfunktionen und den dazugehörigen Ökosystemdienstleistungen und unterstrichen die Wichtigkeit eines Bodenschutzgesetzes.

Im Hauptvortrag nach der Pause stellte Dr. Konar Mutafoglu vom Institute for European Environmental Policy den Aspekt der Gesundheit in den Vordergrund. Anhand einer Studie namens „Health and Social Benefits of Biodiversity and Nature Protection" veranschaulichte der Senior Policy Analyst die positiven Auswirkungen der Natur auf die Gesundheit und den sozialen Zusammenhalt mit einer Vielzahl an europäischen Beispielen. Im letzten Fachvortrag, gehalten von Prof. Dr. Ludwig Ellenberg, stand der Ökotourismus im Mittelpunkt. Dabei unterstrich der Experte, dass Tourismus und Naturschutz nicht unbedingt im Widerspruch zueinander stehen müssen und präsentierte drei Projekte die verdeutlichen wie die zwei Bereiche zusammen funktionieren können. Frank Wolff, beigeordneter Direktor der Naturverwaltung vervollständigte den gelungenen Vormittag mit seinen abschließenden Worten.

 

Nach einem gemeinsamen Mittagessen waren die Teilnehmer weiterhin eingeladen einer Exkursion nach Bech beizuwohnen. Claude Petit und Marc Thiel vom Naturpark Mëllerdall erklärten hier den circa 80 Anwesenden den Aufbau des Naturparks mit seinen Herausforderungen aber vor allem auch den Ökosystemdienstleistungen die diese Struktur umfasst. Des Weiteren konnten den Teilnehmern einige Beispiele aus den Fachvorträgen so anschaulich in der Praxis gezeigt werden.

Das Kolloquium wurde ermöglicht durch die Unterstützung des Ministeriums für nachhaltige Entwicklung und Infrastruktur, des Ministeriums für Kultur und des Ministeriums für Landwirtschaft, Weinbau und Verbraucherschutz sowie der Gemeinde Echternach.

 


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Agenda

18.11 

Erliewnis- a Schaffdag am „Bongert Altenhoven“ zu Beetebuerg

18.11 

Chantier nature: Travaux de débroussaillage dans la roselière Schlammwiss

21.11 - 17.12 

Exposition: Johan de Crem - artiste peintre et Dominique Rautureau - sculpteur

21.11 

Vernissage de l'exposition: Johan de Crem - artiste peintre et Dominique Rautureau - sculpteur

22.11 

Workshop avec Johan de Crem - artiste peintre

25.11 

Chantier nature: Travaux d'entretien de la station de baguage ornithologique au Schëfflenger Brill

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