Erfolg der Europäischen Bürgerinitiative für ein Glyphosat-Verbot

Brüssel/Luxemburg, 15. Juni 2017 – Die europäische Bürgerinitiative (EBI) für ein Glyphosat-Verbot erreichte heute Morgen die Zahl von 1 Million Unterschriften. Auch in Luxemburg wurde das erforderliche Quorum der Bürgerinitiative von 4.500 mit 5.600 Unterschriften sogar überschritten. Die EU-Kommission ist somit nun verpflichtet, sich dem Thema anzunehmen. Die BürgerInnen haben der EU-Kommission einen eindeutigen Auftrag erteilt ! Europaweit haben sich 105 Organisationen an dieser Aktion beteiligt. Die gemeinsamen Forderungen: ein Verbot des Herbizids Glyphosat, eine Reform des Pestizid-Genehmigungsverfahrens und eine Festlegung von verbindlichen Reduktionszielen für die Verwendung von Pestiziden in der EU.


Bereits nach 5 Monaten wurden die Vorrausetzungen einer erfolgreichen europäischen Bürgerinitiative erreicht. Auch in Luxemburg gab es breite Zustimmung für die Aktion. Hier riefen die Organisationen Mouvement Ecologique, Greenpeace und natur&ëmwelt die BürgerInnen dazu auf, die Initiative zu unterzeichnen, und dies, wie das Ergebnis aufzeigt, mit vollem Erfolg.

Nun gilt es für die politischen Entscheidungsträger zu handeln. Generell ist es unabdingbar, dass auf EU-Ebene Glyphosat-haltige Herbizide verboten werden. Glyphosat schädigt die Ökosysteme und steht im Verdacht, beim Menschen krebserregend zu sein. Über 1 Million Menschen fordern: Glyphosat darf nicht erneut von der EU zugelassen werden. Diese Entscheidung steht nunmehr an!

Parellel steht die EU in der Pflicht, in Zukunft die für die offizielle EU-Genehmigung notwendige Beurteilung von Pestiziden ausschließlich auf publizierten Studien zu basieren, welche von zuständigen Behörden in Auftrag gegeben wurden und nicht von der Pestizidindustrie.

EU-weit gilt es, obligatorische Reduktionsziele für den Einsatz von Pestiziden festzulegen, um das mittelfristige Ziel einer pestizidfreien Zukunft zu erreichen.

Der Erfolg der Petition zeigt aber auch erneut auf, dass zahlreiche Menschen in Luxemburg erwarten, dass auch hierzulande gehandelt wird ! Noch immer hat das Landwirtschaftsministerium es versäumt, den seit Jahren überfälligen überarbeiteten Nationalen Aktionsplan Pestizide vorzulegen . Mit Blick zum Nachbarn ist dies noch ärgerlicher, denn die Wallonie hat im Zuge der „Monsanto Papers"-Enthüllungen erste Schritte in die richtige Richtung unternommen: dort ist seit dem 1. Juni 2017 der Privatgebrauch von Glyphosat verboten.

Der Schutz unserer Umwelt sowie unserer Gesundheit muss garantiert werden, eine Botschaft die in dieser Woche durch ganz Europa schallt. Die Politik muss reagieren, denn die Bürger und Bügerinnen Europas wünschen sich eine pestizidfreie Zukunft.

Die Europäische Bürgerinitiative kann immer noch über die Webseiten der unterstützenden Organisationen unterzeichnet werden. Die online abrufbaren Unterschriftenformulare werden noch bis zum 30. Juni aktiv bleiben:

http://www.naturemwelt.lu/natur-an-emwelt_ShowNews_News.1-2-623-20.html


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Agenda

21.11 - 17.12 

Exposition: Johan de Crem - artiste peintre et Dominique Rautureau - sculpteur

13.12 - 14.12 

Marché de la Solidarité mat natur&ëmwelt

16.12 

Chantier nature: Travaux de débroussaillage dans la roselière Schlammwiss

16.12 

Vögel füttern – kinderleicht!

13.01 

Chantier nature: Travaux de débroussaillage dans la roselière Schlammwiss

20.01 

Chantier nature: Plus de lumière pour les plantes rares du « Roudebierg » à Dudelange

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