Über 600m Hecken zu Ehren des Großherzogs JEAN in Bech geplanzt!

Großherzog JEAN ist ein begeisterter Naturfreund. Ihm zu Ehren wurden auf dem Jokesbierg bei Bech mehr als 600m Hecken gepflanzt! Eine Aktion, die sich in ein Naturkonzept um den geschichtsträchtigen und ökologisch hochwertigen Jokesbierg einreiht.

 

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Informationstafel auf dem Jokesbierg

 

Bereits im Jahre 2007 wurde zusammen mit Großherzog JEAN sowie etlichen geladenen Gästen die erste Phase der Heckenpflanzung auf dem Jokesbierg umgesetzt. Insgesamt wurden 330m einheimische Hecke entlang des Feldweges nach Geyershof angepflanzt. Im Herbst 2011 wurde dann die 2. Phase des Projektes mit tatkräftiger Unterstützung von 2 Schulklassen der Gemeinschaftsschule Synécosport der Gemeinden Bech und Manternach in Angriff genommen. Der 2. Abschnitt umfasst rund 300m Hecken.

 

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Offizielle Pflanzaktion auf dem Jokesbierg zusammen mit Großherzog JEAN am 19. April 2007.

Die heute relativ ausgeräumte Landschaft zwischen dem Jokesbierg und dem Lilienhaff sah früher anders aus. Pierre LUDEWIG, Becher Urgestein und Naturfreund, berichtet gerne, wie früher die damals noch sehr kleinparzellierte Landschaft zwischen Bech und dem Lilienhof nur so von Feldhühnern wimmelte! Hecken, Bäume, artenreiche Wiesen und Äcker bescherten dem bis vor kurzem noch aktiven Imker reiche Honigernten und gesunde Bienenvölker. Umso mehr freut es den über 80-jährigen, dass die neue Hecke, dienatur&ëmwelt – Fondation Hëllef fir d'Natur zusammen mit der Grundstücksbesitzerin Nina GRETSCH zu Ehren Großherzogs JEAN angelegt hat, die alte Landschaft wieder zumindest ein bisschen aufleben lässt.

Doch nicht nur kulturhistorisch hat die neue Hecken ihre Bedeutung am Jokesbierg, sie stellt auch ökologisch einen wichtigen Baustein in der landwirtschaftlich geprägten Kulturlandschaft dar. Zusammen mit dem mageren Halbtrockenrasen Geyeschknapp, der sich nur wenige 100 Meter entfernt von der neuen Hecke befindet, und den stellenweise noch recht artenreichen Wiesen und Weiden rund um den Jokesbiergstellt die neu angelegte Hecken ein wichtiges Biotop für Hecken bewohnende Tierarten dar.

Die Hecke ist jedoch nur ein Element aus einer ganzen Reihe verschiedener Naturschutzaktionen, die in den vergangen Jahren auf dem Jokesbierg umgesetzt worden sind. Um die landschaftsprägenden Bongerten zu erhalten, wurden vor nun schon fast 10 Jahren erste Obstbäume gepflanzt, die heute zu stattlichen Jungbäumen herangewachsen sind. Im Jahre 2011 wurde zudem eine Wildkirschen-Reihe angelegt um ein frei stehendes Feldgehölzareal mit einem naheliegenden Wald zu verbinden. Im gleichen Jahr wurden verschiedenen Steinobstsorten (vor allem Pflaumen und Quetschen) in Bech gefunden, die sehr selten sind. Diese seltenen und sehr alten Obstsorten werden nun von den Pomologen von natur&ëmwelt – Fondation Hëllef fir d'Natur auf junge Bäume veredelt und in Baumschulen aufgeschult. Sobald sie eine gewisse Stärke erreicht haben, werden diese alten Obstsorten auf jungen Bäume wieder auf dem Jokesbierg gepflanzt. Ziel ist dabei die Anlage eines so genannten „verger conservatoire", eines Bongerts also, in dem die alten und heute vom Aussterben bedrohten, lokalen Obstsorten als Jungbäume vereint sind und so auch noch für kommende Generationen zur Verfügung stehen.

 

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Die im Jahre 2007 gepflanzte Hecke mit angelagertem Krautsaum.

 

All diese Projekte sind jedoch nur aufgrund einer sehr guten und engen Zusammenarbeit vor Ort möglich. Dabei spielt natur&ëmwelt – Fondation Hëllef fir d'Natur als Projektkoordinator, -entwickler und -umsetzer die Rolle des Motors. Ohne die finanzielle Hilfe von Frau Nina GRETSCH, die auf dem Jokesbierg einige Ländereien besitzt, sowie die gute Zusammenarbeit mit den Gemeinden Manternach und Bech, bzw. den jeweiligen Revierförstern wären viele Projekte nicht zur Umsetzung gekommen.

Auch die kommenden Naturschutzprojekte werden dem großen Naturfreund und Jokesbierg-Kenner Großherzog JEAN gewidmet, der nicht nur die Schirmherrschaft über unsere Naturschutzstiftung inne hat, sondern auch ganz genau verfolgt, was in Sachen Naturschutz in Luxemburg von Statten geht. Eine Tafel im Eingang des Jokesbierg (vom Lilienhof kommend) informiert über den ökologischen Wert des Gebietes und die zusammen mit Großherzog JEAN angelegte neue Hecke.

 

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Pflanzung von 300m Hecken durch Schulklassen aus der Gemeinschaftsschule der Gemeinden Bech und Manternach am 9. November 2011.

 


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21.11 - 17.12 

Exposition: Johan de Crem - artiste peintre et Dominique Rautureau - sculpteur

13.12 - 14.12 

Marché de la Solidarité mat natur&ëmwelt

16.12 

Chantier nature: Travaux de débroussaillage dans la roselière Schlammwiss

16.12 

Vögel füttern – kinderleicht!

13.01 

Chantier nature: Travaux de débroussaillage dans la roselière Schlammwiss

20.01 

Chantier nature: Plus de lumière pour les plantes rares du « Roudebierg » à Dudelange

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