Erhaltung und Förderung der Obstbaukultur in Tschechien durch regionale Verarbeitung und Vermarktung

Die Weißen Karpaten gehören zur westlichen Karpatengebirgskette in der Tschechischen Republik. Diese malerische Kulturlandschaft an der mährisch-slowakischen Grenze (Landschaftschutzgebiet, Biosphärenreservat der UNESCO, weist eine große Artenvielfalt auf und ist vor allem durch ihre artenreichen Blumenwiesen bekannt. Die Anzahl der regionalen Obstsorten sind ebenso bedeutend. Die Dörfer sind seit Jahrhunderten von gestreuten hochstämmigen Obstbäumen umgeben. In der Region werden ebenfalls aus Tradition viele verschiedene Obstprodukte hergestellt: Dörrobst, Obstsaft (sog. Most - v.a. aus Äpfel), Pflaumenmus (sog. Powideln) Marmelade, Kompott, Kuchen, Obstschnaps, usw.

In den Jahrzehnten der sozialistischen Wirtschaft wurde der extensive Hochstammobstanbau vernachlässigt resp. gerodet. Alte Hochstammobstsorten dienen vor allem der Eigenversorgung und finden kaum eine Verwendung auf dem hiesigen Markt, da Tafelobst ausschließlich aus in- oder überregionalen, inländischen Plantagen kommt.

In diesem Pilotprojekt standen folgende Themen im Vordergrund:

- Kulturlandschaftspflege, Betreuung des Naturschutzgebietes, Motivation der Bevölkerung  zur Erhaltung und Nutzung der regionalen Obstsorten,

- Wiederbelebung der traditionellen, naturnahen Wirtschaftsformen; extensiver Hochstammobstanbau ohne Mineraldünger und synthetische Pestizide,

- Mobilisierung der regionalen Ressourcen zur  Unterstützung der lokalen Ökonomie (ergänzende Einkommensquellen, Arbeitsplätze) und der sozialökonomischen Stabilität der dörflichen Siedlungsstruktur, regionale Wertschöpfung, usw.

- Unterstützung der ökologischen Landwirtschaft, der extensiven Nutzung der Flächen und Produktion von gesunden Lebensmittel,

- Bildung von positiven Beispielen für andere benachteiligte Regionen,

- Einbindung der Bevölkerung in die verschiedenen Projekte, Bewusstseinsbildung sowie auch gezielte Ausbildung von Konsumenten.

 

Raymond Aendekerk hat von 1997 bis 2004 dieses Projekt begleitet und unterhält noch immer Kontakte zu den NGO-s in Tschechien. Für diese Arbeit wurde ihm 2010 der tcheschische Umweltpreis  (zusammen mit seiner Frau Adri van Westerop in memoriam) verliehen.

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Im September 2010 besuchte der Delegierte Nachhaltigkeitsminister Marco Schank zusammen mit Vertretern von natur&ëmwelt die Umweltschutzprojekte welche während 10 Jahren von Luxemburg finanziell unterstützt wurden.

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