D’Krukerten si rëm ënnerwee

Das spektakulärste Zeichen für den nahenden Frühling ist der Heimzug der Kraniche in ihre Brutgebiete. Die ersten Kranichtrupps wurden natur&ëmwelt am 6. und 7., 18. respektive verstärkt vom 22. bis 27. Februar 2016 gemeldet.

Mit den länger werdenden Tagen erwacht auch die Natur aus ihrem Winterschlaf. Die Vögel beginnen zu singen und die ersten Zugvögel erscheinen wieder in unseren Gegenden.

Das spektakulärste Zeichen für den nahenden Frühling ist allerdings der Heimzug der Kraniche (Latein: Grus grus) in ihre Brutgebiete. „D'Krukerten" oder „d'Hoergäns", wie die Kraniche im Volksmund heißen, kommen aus ihren Winterquartieren in Südeuropa zurück und fliegen in einem etwa 150 km breiten Zugkorridor in ihre in Norddeutschland, Skandinavien und Russland liegenden Brutgebiete. Der mitteleuropäische Brutbestand wird auf etwa 25 000 Brutpaare geschätzt, im gesamten Europa brüten etwa 120 000 Paare.

Um auf ihren Wanderungen so wenig wie nur möglich Kraft zu verlieren, fliegen die Kraniche in Zugformationen, wobei die bekannteste wie ein „V" aussieht. Jedoch nicht nur die Kraniche fliegen in solchen Formationen: Auch Gänse und Kormorane fliegen in diesen energiesparenden Formationen. So handelt es sich bei vielen im Winter in der Moselgegend gesehenen Kranichen in Wirklichkeit um Kormorane. Einzelne Kraniche können am ehesten mit Störchen oder Reihern verwechselt werden, doch sind die trompetenartigen Rufe der Kraniche charakteristisch. Und noch etwas, Kraniche sind keine Gänse, sondern sind eine eigene Vogelfamilie (Latein: Gruidae)

Die ersten Kranichtrupps wurden natur&ëmwelt am 6 und 7., 18. respektive verstärkt vom 22. bis 27. Februar 2016 gemeldet. Wie fast alle hierzulande durchziehenden Kraniche kamen diese wahrscheinlich vom Lac du Der in der Champagne, einem der größten Kranichrastplätze in Mitteleuropa. Hier rasten im Frühjahr und vor allem im Herbst bis zu 120 000 Kraniche; seit ein paar Jahren überwintern hier sogar bis zu 20 000 dieser Großvögel. Auch aus Luxemburg gibt es zunehmend Winterbeobachtungen von Kranichen.

 

Am 28.02. konnten im Roeserbann 320 rastende Kraniche beobachtet werden, die auch die Nacht in den feuchten Wiesen des Vogelschutzgebietes verbrachten. (Foto: Patric Lorgé)

Die Hauptmasse der Kraniche wird sicherlich erst in den nächsten Wochen über Luxemburg in den Norden ziehen, also Augen und Ohren auf. Übrigens wurden auch bereits die ersten Weißstörche gemeldet, das Frühjahr rückt mit großen Schritten voran.

Weitere Vogelbeobachtungen finden interessierte Naturfreunde unter www.ornitho.lu.


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