Ramsar - Welttag zum Schutz der Feuchtgebiete

Am 2. Februar ist der Welttag zum Schutz der Feuchtgebiete, welcher 2017 unter dem Leitthema Katastrophenvorsorge steht. Intakte Feuchtgebiete können extreme Wetterereignisse mindern und sind somit für die Sicherheit der Menschen unabdingbar. Aber auch für die natürliche Artenvielfalt spielen Feuchtgebiete eine Schlüsselrolle. natur&ëmwelt appelliert daher zum Schutz dieser wichtigen Habitate und bietet Streifzüge durch die bedeutendsten Feuchtgebiete Luxemburgs an.


Haubentaucher © Roland Felten

In dem kleinen iranischen Kur- und Erholungsort Ramsar am Kaspischen Meer wurde 1971 eines der bedeutendsten Abkommen zum zwischenstaatlichen Naturschutz – das Übereinkommen über Feuchtgebiete von internationaler Bedeutung – die Ramsar-Konvention verabschiedet. Schon damals stellten Naturschützer fest, dass durch den zunehmenden Verlust von Feuchtgebieten besonders die Vogelwelt dieser Lebensräume arg in Bedrängnis geraten war. Solche Gebiete dienen nicht nur einer ganzen Reihe Wasser- und Watvögeln, sondern auch vielen Amphibien, Säugern, Schmetterlingen und Libellen als existenzielle Grundlage. Auch für Zugvögel aus nördlichen Gegenden sind wasserführende Gebiete in Afrika und Südasien die einzige Möglichkeit zum Überwintern.

Jeder Unterzeichnerstaat der Konvention verpflichtet sich, mindestens ein bedeutendes Feuchtgebiet seines Landes als Ramsar-Gebiet auszuweisen und die Biodiversität in diesen Gebieten durch eine nachhaltige, ökologisch ausgewogene Nutzung zu erhalten. Die Ramsar-Konvention verzeichnet mittlerweile 169 Vertragspartner, welche bisher weltweit 2.250 Gebiete auf 214.974.777 ha als schützenswerte Feuchtgebiete ausgewiesen haben (www.ramsar.org).


Stockente © Roland Felten

Eine Studie der letzten 150 Jahre hat gezeigt, dass eine Vielzahl von Vogelarten, die eng an Feuchtgebiete gebunden sind, in Luxemburg ausgestorben (Rohrweihe, Blaukehlchen) oder extrem selten geworden sind (Weißstorch, Zwergdommel, Knäkente). Somit hat auch ein kleines Land eine große Verantwortung für seine einheimische Fauna welcher man mit den beiden ausgewiesenen Ramsar-Schutzgebieten in Luxemburg (Haff Remich1 und Stauseegebiet2) gerecht wird.

Wenn anhaltender Regen Flüsse und Bäche zum Überlaufen bringt wird zudem klar, dass Feuchtgebiete auch für den Menschen von großer Bedeutung sind. Durch ihre Fähigkeit Wassermassen über längere Zeit zu speichern, können Feuchtgebiete als natürlicher Hochwasserschutz die negativen Auswirkungen extremer Wetterereignisse auf die Bevölkerung reduzieren.

Geführte Besichtigungen in schützenswerte Feuchtgebiete Luxemburgs:

Ramsar-Dag: Féierung duerch d'Schlammwiss: Treffpunkt ist am Samstag, 04.02.2017 um 9:00 Uhr auf dem Parkplatz des Fußballfeldes Uebersyren-Munsbach (Bahnhof Munsbach). Hunde sind nicht zugelassen. Bitte anmelden: Jim Schmitz: 621 29 36 95 / j.p.schmitz@naturemwelt.lu

Ramsar-Dag: Féierung duerch den Haff Réimech: Treffpunkt ist am Sonntag, 05.02.2017 um 09:00 Uhr beim Centre d'Accueil Biodiversum, 5 Bréicherwee, L-5441 Remerschen. Wetterfeste Kleidung und Fernglas nicht vergessen. Anmeldung nicht erforderlich. Dauer 2,5 Stunden.

Fussnoten:

1 Der Haff Réimech bei Remerschen ist ein altes Kiesabbaugebiet mit vielen kleineren und größeren Teichen, die eine große Zahl bedrohter Rote-Liste-Arten beherbergen. Durch diverse Naturschutzmaßnahmen konnte die Attraktivität des Gebietes als Brut- und Rastgebiet für seltene Vögel weiter gesteigert werden. Hier wurden bereits 260 Vogelarten nachgewiesen.

2 Beim oberen Sauertal, handelt es sich um ein grenzüberschreitendes Projekt, bei dem nicht nur gefährdete Vögel wie der Schwarzstorch, sondern auch Fischotter, Flussperlmuschel und Fledermäuse geschützt werden sollen. Durch die Ausweisung als zweites Ramsargebiet Luxemburgs, können auch hier wichtige Maßnahmen zum Lebensraumschutz genommen werden.


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